Die City-Initiative Stuttgart e.V. freut sich, das in diesem Jahr digital stattfindende Internationale Trickfilmfestival Stuttgart als Partner unterstützen zu können.

HIER geht es direkt zum Onlinefestival des Internationalen Trickfilmfestivals Stuttgart.

kuhn

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der aktuellen Maßnahmen des Bundes, des Landes und der Stadt Stuttgart im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, sind öffentliche Veranstaltungen, der Betrieb von Kunst- und Kultureinrichtungen, der Betrieb von Hotels, Restaurants und Bars sowie der Einzelhandel in Stuttgart derzeit entweder stark eingeschränkt oder auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Wir bitten Sie um Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund,

svenhahn

Ihr Sven Hahn
Geschäftsführer City-Initiative Stuttgart und City-Manager

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kuhn,

 

im Namen der Betriebe unserer Stadt bedanke ich mich bei Ihnen zunächst für Ihr großes Engagement in dieser extrem schwierigen Zeit. Die City-Initiative Stuttgart e.V. vertritt zentrale Branchen der Stuttgarter Wirtschaft – Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Kultur, Dienstleister, Immobilienunternehmen, Mobilitätsbetriebe, Medienhäuser, Veranstalter und viele andere mehr. Unsere Mitglieder machen Stuttgart lebenswert.

 

Wir stehen ausnahmslos hinter allen Maßnahmen, die dem Schutz und der Gesundheit der Menschen dienen. Doch durch die zweifellos notwendigen Einschnitte zur Bekämpfung des Corona-Virus stehen die Unternehmen unserer Stadt vor dem Aus. Ich wende ich mich daher in höchster Not an Sie!

 

Neben der großen Sorge, was diese Einschnitte für die vielen tausend Mitarbeiter der Stuttgarter Betriebe bedeuten, bereitet mir die Zukunft unserer Stadt ebenso große Sorgen. Diese Krise kann dazu führen, dass wir unser Stuttgart danach nicht mehr wiedererkennen. Mit dem Ende lokaler Unternehmen würden parallel unzählige Stuttgarter Institutionen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens unwiederbringlich verloren gehen. Ich wende mich an Sie, damit es gemeinsam gelingt, diese Gefahr abzuwenden. Jeder Betrieb lebt davon, dass wir eine lebendige Innenstadt haben, die den Menschen unzählige Gründe bietet, nach Stuttgart zu kommen – sei es zum Einkaufen, zum Essen und Trinken, für den Besuch im Theater, Museum, Varieté und Kino oder, um eine Veranstaltung zu besuchen. Stuttgart ist stark, weil es gewachsene und vielfältige Strukturen hat. Genau diese Strukturen sind jetzt jedoch in größter Gefahr. Diese Strukturen lassen sich - sind sie einmal zerstört - nicht erneut aufbauen oder ersetzen. Meine Sorge ist: sollte die lokale Wirtschaft diese Krise nicht überleben, würde die Stadt künftig nicht mehr aus einer vielfältigen Mischung aus großen und kleinen, lokalen und internationalen, alt bekannten und neuen Betrieben bestehen. Unsere Stadt wäre allein noch geprägt von einer Monostruktur internationaler Großkonzerne und Filialen der Internetriesen.

 

Unter dem Verlust der Vielfalt würden nicht zuletzt Institutionen wie Oper, Staatsgalerie, Wilhelma oder Leuze zu leiden haben. Auch Veranstaltungen, die Stuttgart ausmachen – das Weindorf, der Christopher Street Day, das Festival der Kulturen, der Weihnachtsmarkt, das Kinder- und Jugendfestival, die langen Einkaufsnächte und viele mehr – würden ohne lokal gewachsene Strukturen nicht mehr stattfinden. Zudem ist unsere vielfältige Medienlandschaft gefährdet. Die Verlage und Sender, die jeden von uns mit unabhängigen Informationen versorgen, leben maßgeblich von den Anzeigen und Werbemitteln der lokalen Betriebe. Auch diese Umsätze brechen aktuell komplett ein. Jeder ist betroffen, der unsere Stadt lebenswert macht!

 

Die Realität aller Betriebe sieht derzeit so aus: Kosten wie Miete, Abgaben und Gebühren oder Rechnungen für Waren laufen ungebremst weiter. Diese Kosten sind das Einzige, was von Corona unberührt geblieben ist. Einnahmen gibt es hingegen keine mehr. Die Betriebe müssen immense Schulden anhäufen, um zu überleben. In dieser Lage sind Kredite keine Lösung. Die Betriebe unserer Stadt werden nur überleben, wenn sie massive finanzielle Hilfe erhalten, die nicht an eine Rückzahlung gekoppelt ist. Aus politischer, sozialer und gesellschaftlicher Sicht ist das ein wirtschaftlicher Kraftakt, zu dem es jedoch aus meiner Sicht keine Alternative gibt. Eine solche Investitionshilfe in die lokale Wirtschaft wäre im besten Sinn nachhaltig. Denn diejenigen, die nach dem Zusammenbruch lokaler Strukturen den Platz der heutigen Akteure einnehmen würden, werden den Löwenanteil ihrer Steuern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in Stuttgart entrichten.

 

Ich wünsche mir, dass wir diese Zeit im Schulterschluss aus Politik, lokaler Wirtschaft und Zivilgesellschaft überstehen und die großen Probleme, die vor uns liegen, gemeinsam lösen. Im Namen aller Branchen und Einrichtungen, für die wir als City-Initiative stehen, bieten wir dazu unseren vollen Einsatz an. Doch wir brauchen heute mehr denn je Ihre Unterstützung, um unseren Betrieben eine Zukunft zu ermöglichen.

 

Mit besten Grüßen,

svenhahn

Sven Hahn
City-Manager und Geschäftsführer

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